Glas-Tradition in Zwiesel

Das Zwieseler Glas ist weit über Bayerns Grenzen hinaus berühmt und bekannt.
Seit dem 15. Jahrhundert leben die Menschen rund um Zwiesel nach dem Motto "Fein Glas und gut Holz sind Zwieselers Stolz" - Der Bayerische Wald und die damit möglich gewordene Glasproduktion sind der ganze Stolz vieler Zwieseler. 

Die Glasstadt Zwiesel genießt seit vielen Jahrhunderten durch die Glasherstellung hohes Ansehen. Früher belieferte die Stadt prunkvolle Fürstenhäuser mit ihrem feinen Glas.
Und heute? Heutzutage finden Glasausstellungen und Messen wie die bekannten "Zwieseler Glastage" statt. Ja, es ist die Liebe zum "Gold des Bayerischen Waldes" - dem Zwieseler Glas, welches die Region bis heute prägt. 

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Im heutigen Ortsteil Rabenstein wurde 1421 die erste Zwieseler Glashütte gegründet.
Anfangs wurden nur Fensterscheiben, gläserne Knöpfe und Rosenkränze hergestellt, doch schon bald produzierte man auch Gebrauchs- und Ziergläser aller Art. 

Zahlreiche Glashütten siedelten sich im Bayerischen Wald an und laden zu Besichtigungstouren ein. Bestaunen Sie bei der Zwieseler Kristallglas AG (früher Schott Zwiesel) die Weltrekord Glaspyramide aus 93.665 Weingläsern oder schauen Sie den Glasbläsern bei ihrer Arbeit am Glasofen über die Schulter. Selbstverständlich können Sie ein Stück "Glas-Stadt" auch gerne mit nach Hause nehmen. Ihre Liebsten freuen sich bestimmt über ein kleines Souvenir.

Unser Veranstaltungstipp: 
Emmaus-Gang - Der Ostermontag ist der kirchlichen Tradition gewidmet

Seit zwölf Jahren organisiert der Verein zur Erhaltung der "Glasmacherkapelle Theresienthal" - jeweils am Ostermontag - einen Emmaus-Gang in die erwachende Natur. Er steht - wie sollte es in Zwiesel anders sein - im Zeichen des Glases. Jedes Jahr beteiligten sich mehrere hundert Gläubige an diesem schönen alten Brauch. Schon vor über 100 Jahren gingen die Theresienthaler Glasmacher nach altem Brauch am Ostermontag Emmaus.

Ihr Ziel war damals jedoch nicht eine Kapelle, sondern ein Wirtshaus in dem ein fröhlicher Umtrunk stattgefunden hat. Im Laufe der Jahrzehnte ging dieser Brauch verloren. Als im Jahr 2001 die Glashütte Theresienthal, die den Einheimischen seit langer Zeit Brot und Lohn gab, vor dem Konkurs stand, führte der Verein zur Erhaltung der Glasmacherkapelle Theresienthal diesen Brauch wieder ein, krönte ihn jedoch mit einem Bittgang für den Erhalt des Glasmacherberufes.